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Segensreiche Kar- und Ostertage!

Es war um die sechste Stunde, als eine Finsternis über das ganze Land hereinbrach. Sie dauerte bis zur neunten Stunde. Die Sonne verdunkelte sich. Der Vorhang im Tempel riss mitten entzwei, und Jesus rief laut: Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist. Nach diesen Worten hauchte er den Geist aus. (Lk 23,44-46)

„Der zerrissene Vorhang“


Eine Katastrophe für die Hohenpriester,
ein Geschenk für die Menschen,
das Allerheiligste offen für alle,
Blick ins Leben,
Blick ins Licht,
hineingehen muss jeder selbst,
das Geschenk Jesu an uns annehmen.

Text: Elke Frommhold

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien gesegnete Ostertage, einen Blick für das Licht, das – vielleicht nur durch einen kleinen Spalt – in unser Leben einfallen will. Möge die österliche Botschaft uns ZuMUTung sein, aufzustehen und in der Erfahrung von Dunkelheit, Schritte ins Leben hinein zu wagen.

Ihr Team des Aloysia Löwenfels Hauses

Gedanken zum Bild


Der zerrissene Vorhang
gibt den Weg frei ins Licht.
Das Licht lockt uns, es macht neugierig
auf das, was hinter dem Vorhang verborgen ist.

Ein so strahlendes, fast blendendes Licht
links neben dem Kreuz,
vermutet hätten wir es eher
auf der rechten Seite des Kreuzes.

Im Dunkel des Nachtblauen und Blutroten
wirkt es unwirklich – fast störend.
Und doch will es sich gerade dort Bahn brechen.

Die bunte freundliche Vielfalt der Farben
rechts des Kreuzes lädt ein
einzutreten,
ist transparent für das Licht,
lässt erahnen,
welch wohltuende,
erhellende Wärme
das göttliche Licht spendet,
das der Vorhang verbirgt.

Das Dunkel des Kreuzes
wird erhellt,
Kreuzerfahrungen
erscheinen verwandelt
im österlichen Licht.

Der zerrissene Vorhang
bricht die Macht der Finsternis.
Der Spalt im Vorhang
lässt aufmerken,
ver-wunder-t.
Keiner hat dort Licht vermutet,
es ist kaum zu glauben –
und doch ist es da.

Inmitten der Gewalt und des Schmerzes,
in der Ohnmacht der Dornenkrone,
lässt es den Weg aufleuchten,
inmitten von Aus-weg-losigkeit,
tiefer Trauer und Enttäuschung,
inmitten von Angst, Wut und Einsamkeit.

Am Kreuz scheiden sich die Geister.

Impuls: Elisabeth Pfeffer & Verena Ley