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Reicher Ertrag zugunsten der Ukraine

Benefizveranstaltung im ResonanzRaum Kloster

Sehr kurzfristig geplant fand im ResonanzRaum Kloster in Dernbach am 15. MĂ€rz ein Ukraine-Forum mit kulturellem Angebot statt. Texte, Bilder und Musik machten auf die Problematik des Krieges in der Ukraine aufmerksam.

Da die Weltgeschichte zahllose Beispiele von Aggressionen gezeichnet ist, haben die Veranstalter die Möglichkeiten der Kunst zur Veranschaulichung und Vertiefung des Leidens des Menschen in bewaffneten Konflikten aufgezeigt.

Dr. Hans-JĂŒrgen Blanke stellte ein Gedicht von Andreas Gryphius (1643) vor, das die Schrecken des 30jĂ€hrigen Krieges sehr eindrĂŒcklich beschreibt. Das Monumentalbild „Guernica“ (1937) von Picasso verdeutlichte den Bombenterror, bei dem zum ersten Mal in der Geschichte durch Sprengbomben aus der Luft eine ganze Stadt ausgelöscht wurde. Marc Chagalls Werk die „Weiße Kreuzigung“ (1938), interpretiert von Dr. Sabine Tischbein, ließ dann in vielfĂ€ltiger Weise die Folgen von Krieg, Vertreibung und Flucht ausdrucksstark lebendig werden. Das Auditorium wurde durch die Parallele zwischen den Zeugnissen der Kunst und den Schrecknissen in der Ukraine in Bann gezogen. Doch die Zuhörer sollten nicht mit den verstörenden Bildern von Grausamkeit und Vernichtung zurĂŒckgelassen werden. Die Taube als Symbol der Hoffnung, wie sie von Marc Chagall im Bild Arche Noah (1931) erscheint, machte auf die Sehnsucht der Menschen nach Frieden und Freiheit aufmerksam. Trotz der Schwere der Thematik zeigte die Musik das Versöhnliche von Kunst – nĂ€mlich ohne Worte – Begegnungen von Menschen in Frieden und Freiheit zu ermöglichen. Mit virtuosem Spiel griff Dr. Thomasz Glanc die Intuition der Veranstaltung kongenial am KonzertflĂŒgel mit eigenen Kompositionen und Improvisationen auf.

In AnknĂŒpfung an das Lied „Imagine“ von John Lennon ist vorstellbar, dass Kunst, Literatur und Musik Grenzen ĂŒberwinden und Verbindung wie Gemeinschaft zwischen den Menschen schaffen können; ist ebenso vorstellbar, dass Kultur hilft, Krieg und Gewalt die gesellschaftliche Grundlage zu entziehen.

Die anschließenden GesprĂ€che zeigten die Betroffenheit aller Anwesenden, die sowohl ihre Ohnmacht, aber auch ihre große SolidaritĂ€t und Hilfsbereitschaft zum Ausdruck brachten.

Die Veranstalter freuen sich ĂŒber die betrĂ€chtliche Spendensumme von mehr als 1000 €, die an „Aktion Deutschland hilft“ weitergeleitet wird.

Wir sagen Danke!

Marc Chagall – „Weiße Kreuzigung“
Dr. Thomasz Glanc am FlĂŒgel