Aktuelles

Abschied vom Pazifismus?

Wie sich die Friedensbewegung neu erfinden kann
Montag, 19.02.2024
| 19:00 Uhr


Podiumsdiskussion mit Autor Dr. Johannes Ludwig

Warum überhaupt sollte sich die Friedensbewegung neu erfinden? Kann sie es? Ihr Ziel ist doch klar und einfach: Frieden. Aber so einfach ist es nicht, stellt Dr. Johannes Ludwig in seiner Studie klar: Die Konflikte, Auseinandersetzungen und Kriege sind komplex und eine einfache Antwort wird ihnen nicht gerecht. Die aktuellen gesellschaftlichen Debatten zeichnen sich ja auch dadurch aus, dass ein Aufruf, der sich im Slogan „Frieden schaffen ohne Waffen“ erschöpft ungehört verhallt und als ideologisierend diskreditiert wird. Wie also dann dem Ziel „Frieden“ näher kommen? Wie Friedensbewegung glaubhaft sein?
Ludwig plädiert für klare Haltungen, für Kompromisse und dafür, den Raum für qualitätsvolle Debatten offen zu halten, denn: „Eine der Grundüberzeugungen der Friedensbewegung ist, dass der Friede weit mehr ist als die bloße Abwesenheit des Krieges. Friede baut – gerade auch aus christlicher Perspektive – auf der Menschenwürde, auf der Gerechtigkeit und auf dem Primat der Perspektive der Leidtragenden auf.“

Mit ihm ins Gespräch über die angemessene Form „friedensbewegt zu sein“ diskutieren:
• Andreas Zumach, langjähriger Journalist zahlreicher Medien mit Schwerpunkt internationale Politik
• Dr. Irene Lorisika, Entwicklungspolitikerin, gestaltet im b-05-Café einen Begegnungsraum
• Keana Müller, Friedensengagierte, Angehörige der Generation Z

Veranstaltet wird die Podiumsdiskussion von der Katholischen Erwachsenenbildung Westerwald-Rhein-Lahn.
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Der Eintritt ist frei.

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